Kartgeschichte in Wiesau

Fahrrad – Tretcar – Kart
Jugendarbeit im MSC Wiesau
Von Beginn an, hatte der MSC Wiesau Veranstaltungen für die Jüngeren Semester, junge Motorsportfans bzw. den Nachwuchs der Aktiven, im Programm. Zu den ersten Aktivitäten in dieser Richtung gehörte die Kinder-Rallye bzw. Osterausfahrt mit kleinen Geschicklichkeitsaufgaben oder eine Fuchsjagd mit Jugendwertung. Neben den genannten Möglichkeiten, die eher dem gesellschaftlichen Bereich zuzuordnen sind, stand auch die Verkehrserziehung im Vordergrund. Das ADAC-Fahrradturnier
„Wer wird Meister auf zwei Rädern?“
soll Kindern und Jugendlichen in spielerischer Weise die im Straßenverkehr nötigen Fähigkeiten vermitteln. Entsprechend sind die Aufgaben zusammengestellt: Spurbrett, Schrägbrett, Kreisel oder der Spurwechsel stellen reale Situationen dar, mit denen die jungen Verkehrsteilnehmer ständig konfrontiert werden. Das Fahrradturnier ist seit Jahren fester Bestandteil des MSC-Kalenders.Neben den Fahrradturnieren wurden auch bis 1992 Tretcar-Rennen im Pausenhof der Grundschule veranstaltet. Eine kleine Tradition war damals das Jugend-Verkehrswochenende eine Kombiwertung aus Fahrradturnier und Tretcar-Rennen.
Der aufwendigste Posten in der MSC-Jugendarbeit ist aber das Kart-Programm. Dank einer Spende des damaligen zweiten Vorsitzenden Erich Faltenbacher sowie Zuschüssen des BMV, des Landkreises, der Gemeinde Wiesau und weiteren Spenden konnten 1989 zwei Slalom-Karts beschafft werden.

Pionierarbeit leistete damals der Sportleiter Horst-Otto Seidel. Der MSC Wiesau war auch der erste Ortsclub der 1990 im Bereich des ADAC-Gaus Nordbayern einen Kart-Slalom veranstaltete. Nicht zuletzt dank zahlreicher Gaststarter aus den Reihen der oberfränkischen DMV-Clubs wurden die Wiesauer Meisterschaft auf Jahre hin ein großer Erfolg. Die neu geschaffene Nordbay. ADAC Kart-Slalom-Meisterschaft sah 1991 drei Wiesauer Fahrer an der Spitze. Christian Grabe siegte vor Holger Schabl und Alexander Hederer. Horst-Otto Seidel ist es auch zu verdanken, dass die Jugendarbeit im MSC weiter bergauf ging.
Bilder: Kart Vorführung beim Straßenfest 1989

 

In den folgenden Jahren konnten aufgrund intensiven Trainings diese Leistungen verbessert werden. Mit Andrea Neumeier und Markus Fröhlich folgten zwei Kartfahrer die erfolgreich in die Fußstapfen ihrer Vorgänger traten. Ein Novum ist es auch, dass der MSC Wiesau, als einer der ersten Motorsportvereine, eine eigene Jugendordnung hat. Dies ermöglicht auch in Zukunft, Zuschüsse für die Förderung der Jugend zu erhalten.

Ein Höhepunkt war sicher das Jahr 2001, in dem Florian Zimmert sich den Titel des Bayerischen Meisters sicherte. Markus Fröhlich belegte hier Platz drei in seiner Klasse.

2002 begann die Erfolgsgeschichte von Sven Seidel, der bis 2011 unzählige regionale Meisterschaften, Nordbayerische und Bayerische Titel für sich verbuchen konnte. Mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels 2007 krönte er seine erfolgreiche Kart-Slalom Zeit. Neben ihm zählt auch Nick Ederer, Andreas Sirtl,Lukas Brosch,Niklas Sporrer und Martina Mark zu den erfolgreichen Kartfahrern der Jugendgruppe des MSC Wiesau.

2011 konnte Oliver Thiem aus der Klasse P1 den ADAC Bundes-Endlauf für sich entscheiden, und holte so seinen ersten großen Meistertitel.

Ein besonderer Dank gilt auch den zahlreichen Sponsoren für ihre Unterstützung der letzten 20 Jahre seit Bestehen der Jugendgruppe, der Marktgemeinde Wiesau, sowie den Eltern.

Mit dem Parkplatz der Berufsschule in Wiesau, hat man seit Jahren wieder ein Gelände zur Verfügung, das sich hervorragend für Trainings- und Veranstaltungszwecke eignet.

Zurzeit hat die Jugendgruppe ca. 25 aktive Kartfahrer, die in zwei Gruppen zweimal wöchentlich ein Training abhält.